Sinopsis
Edition Zukunft, der Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion von DER STANDARD spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.https://derstandard.at/PodcastEditionZukunft"Edition Zukunft" ist ein Podcast von DER STANDARD. Schnitt & Produktion: Daniel Roßmann, Musik: Tristan Linton, Titel-Sprecherin: Barbara Braun, Logo: Wolfram Leitner, Redaktion: Lisa Mayr, Olivera Stajic, Fabian Sommavilla, Philip Pramer, Zsolt Wilhelm.
Episodios
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Wie smart soll die Stadt von morgen sein?
27/08/2021 Duración: 28minEs hätte die erste Stadt sein sollen, "die aus dem Internet heraus" gebaut wird – so hatte Dan Doctoroff, Chef von Sidewalk Labs, das Stadtentwicklungsprojekt Quayside in Toronto beschrieben. Die Google-Tochter wollte dort einen ganzen Stadtteil nach den eigenen Vorstellungen einer smarten Stadt errichten lassen – inklusive tausender Sensoren und Kameras, die ihre Einwohner auf Schritt und Tritt überwachen. Vergangenes Jahr zog sich Sidewalk Labs wegen der Corona-Krise aus dem Projekt zurück – und Datenschützerinnen atmeten auf. Das Konzept der Smart City sorgt immer wieder für Aufregung. Für die einen ist sie der nächste logische Schritt der urbanen Evolution, die das Leben effizienter machen soll, für andere eine Überwachungsdystopie. Nathalie Klauser Stübi kennt diese Diskussion – und sieht sie gelassen. Sie ist Co-Präsidentin der Smart City Alliance mit Sitz in Basel und diskutiert beim diesjährigen Forum Alpbach über die Vorzüge smarter Städte für den Klimaschutz. Die Smart-City-Bewegung sei anfangs seh
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Wie die Pandemie unsere Sprache verändert
20/08/2021 Duración: 25minDer Inhalt des Duden ist auch eine Geschichte unserer Gesellschaft. 2004 nahm das Wörterbuch etwa das Wort "Googeln" auf, 2017 kamen "Filterblase" und "Selfie" hinzu, 2020 dann unter anderem "Flugscham", "Gendersternchen", "Hatespeech", "Insektensterben", "Klimakrise" oder "Brexiteer". Unter Sprachwissenschafterinnen, Politikern, aber auch in der öffentlichen Debatte lösen die Begriffe regelmäßig heftige Debatten aus. Es ist gewissermaßen ein Kampf zwischen Sprachbewahrern und Spracherneuerern, Konservativen, Liberalen, Progressiven und Aktivistinnen und Aktivisten um nichts weniger als die Deutungshoheit in der deutschen Sprache. Das hat auch die Corona-Pandemie gezeigt, die nach nur wenigen Monaten ihre Spuren in den Wörterbüchern hinterlassen hat. Lockdown, Social Distancing, Ansteckungskette und Herdenimmunität sind bereits fixer Bestandteil des Duden und werden es wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren bleiben. Gleichzeitig spricht die Politik schon vom Brückenlockdown oder möglicherweise bald von de
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Hilft uns die Gentechnik aus der Klima-Patsche?
18/08/2021 Duración: 29minDer Ertrag von Nutzpflanzen steigern, gesunde Inhaltsstoffe erhöhen und die toxische oder allergenen reduzieren, Weizen resistent gegen Schädlinge machen – Ortrun Mittelsten Scheid fallen viele Dinge ein, die man mit Gentechnik anstellen kann. Die Molekularbiologin leitet eine Forschungsgruppe zu epigenetischen Veränderungen in Pflanzen an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sie ist davon überzeugt, dass die Crispr-Genschere die Welt besser machen könnte – wenn man es nur zulassen würde. Denn viele Menschen und auch die Politik stehen der Gentechnik kritisch gegenüber, in der EU gelten strenge Regeln für gentechnisch veränderte Organismen. Für Mittelsten Scheid ist diese Entscheidung aus wissenschaftlicher Sicht unverständlich. Gentechnik gebe es bereits seit Jahrtausenden – denn auch die gezielte Kreuzung von Kulturpflanzen greife in die DNA von Pflanzen ein. "Ohne Gentechnik wären wir schon längst verhungert", sagt sie im Podcast. Genetisch veränderte Produkte fände man heute in jedem Biolade
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Röcke tragen, Emotionen und Schwäche zeigen: Was Männer beschäftigt
06/08/2021 Duración: 26minIm Edition-Zukunft-Podcast sprechen wir mit Matthias Tschannett (46) und Benjamin Wagner (31), zwei systemischen Einzel-, Paar- und Familientherapeuten in Ausbildung unter Supervision, über das Thema Männlichkeit. Sie haben im Oktober 2020 die Gruppe der Mannsbuilder gegründet, die sich weniger als Selbsthilfegruppe versteht denn als Treffpunkt für interessierte Männer, die sich laufend mit "Männerthemen" beschäftigen. Dabei sei es bewusst weit definiert, was denn ein solches Thema ist – von Vorbildfunktionen in der Vater- oder Onkelrolle über die femininen Seiten des eigenen Körpers und Wesens bis hin zum Zeigen von Schwäche. Wagner definiert toxische Männlichkeit als ein Gefühl, "sich immer als Mann beweisen zu müssen, vor allem auch gegenüber anderen Männern", gepaart mit einer Ablehnung aller Dinge, die weiblich konnotiert sind. Es gebe aber ohnehin nicht eine Männlichkeit, sondern eine Vielzahl an verschiedenen Männlichkeiten, und Männer sollten auch mehr Gefühle zulassen als "Hunger, Wut und Aggression
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Erholungszonen, leistbare Mieten, Durchmischung: Wie kann eine Stadt für alle funktionieren?
23/07/2021 Duración: 37minDer Yppenplatz in Wien ist nicht nur das Forschungsobjekt von Cornelia Dlabaja, sondern auch ihr Lieblingsort in Wien: "Auf diesem Platz gibt es alles, was eine Stadt ausmacht", sagt die Soziologin und Kulturwissenschafterin. Seit über 15 Jahren beobachtet sie das Gebiet in Wien-Ottakring und forscht zu sozialer Ungleichheit in Städten. Vor allem Menschen, die auf engem Wohnraum leben, muss eine Stadt genügend Zugang zu öffentlichen Erholungsflächen ermöglichen, sagt Dlabaja. Im Podcast spricht sie über die Ungleichverteilung von Grünflächen in der Stadt, warum wir mehr zu Fuß gehen sollten und was menschenfreundliche Städte ausmachen. Und: Die Soziologin erklärt, warum das Reisen nicht nur dem Klima zuliebe neu gedacht werden muss, sondern warum Massentourismus auch Stadtbewohnern schaden kann.
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Urban Farming: Kommt das Gemüse bald aus der Stadt?
09/07/2021 Duración: 21minMan sieht sie in Wien, Graz, Salzburg und und vielen anderen Städten auf der ganzen Welt immer öfter: Gemüsebeete mitten in der Stadt. Urban Farming nennt man es, wenn Kräuter, Obst und Gemüse zwischen Wohnblocks, in Parks oder am Straßenrand wachsen. Seit Jahren ist der Trend zum Stadtbeet ungebrochen. Der Bewegung geht es nicht nur ums Essen. Doch woher kommt die Faszination für das Garteln in der Stadt? Cordula Fötsch vom Wiener Verein Gartenpolylog sieht viele Motive für das Stadtgärtnern. "Viele Menschen wollen wissen, wo ihr Gemüse herkommt", sagt sie im Podcast. "Und das auch ihren Kindern beibringen." Landwirtschaft in der Stadt sei an sich nichts Neues und wurde schon im Mittelalter praktiziert. Erst seit den 1970er-Jahren aber will die Urban-Farming-Community auch als politische Bewegung verstanden werden. Damals eigneten sich Aktivisten in New York verwahrlosten Raum in der Stadt an. Kunstinstallationen und kleine Gärten sollten vor allem die Nachbarschaft zusammenbringen. Der Community-Aspekt i
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Warum uns Müll auf der Straße so sehr stört
25/06/2021 Duración: 28minEs gibt kaum einen Ort, an dem wir Müll nicht begegnen: der Aludose, dem Plastik sackerl, der Plastikflasche oder den Zigarettenstummeln, die neben der Straße, im Wald, am Strand, im Garten oder sogar auf den Bergen liegen. Der Müll wirkt meist abstoßend, deplatziert, stört das schöne Bild, das wir von einem Ort haben könnten. "Wir ärgern uns dann, weil wir das Gefühl haben, dass andere achtlos sind", sagt Sabine Pahl, Umweltpsychologin an der Universität Wien im STANDARD-Podcast. Dies habe mit unserem Gefühl von Fairness zu tun: Wenn es andere nicht tun, warum sollte ich mich dann um den Müll kümmern? Es gebe aber auch Menschen, die konstruktiv damit umgehen, den Müll aufheben und diesen entsorgen. "Wenn wir im Alltag auf viel Müll stoßen, kann sich das Aufheben aber schnell überwältigend anfühlen", sagt Pahl. Aber warum werfen Menschen überhaupt Müll auf der Straße oder in der Natur weg? "Es gibt eine kleine Gruppe Menschen, die unachtsam sind, die das nicht interessiert", sagt Pahl. Darunter würden auch
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Computer statt Arzt? Wie künstliche Intelligenz die Medizin verändert
11/06/2021 Duración: 32minDer Siegeszug der künstlichen Intelligenz (KI) ist auch in der Medizin nicht mehr aufzuhalten. Schon jetzt können Algorithmen bestimmte Krebsarten besser erkennen als Menschen. Im Podcast spricht Horst Hahn, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medizin, darüber wie Technologie in Zukunft dabei helfen kann, dass wir gesund werden und bleiben. Die Vorstellung von der humanoiden "Arzt-Maschine" könnte dabei falscher nicht sein. Denn KI ist – wie in den meisten anderen Bereichen auch – vor allem ein nützliches Werkzeug für medizinisches Personal. "Die Aufgaben die wir Menschen als anstrengend oder langweilig empfinden, sind die, die sich am besten automatisieren lassen", sagt Hahn. Im Idealfall führt diese Unterstützung dazu, dass Ärztinnen wieder mehr Zeit für Patienten haben und mehr Menschen den Zugang zu guter Behandlung bekommen. Aber könnte es passieren, dass der Effizienzgewinn verpufft, Ärzte noch gestresster und durch die Technik entmündigt werden? Fest steht jedenfalls: Digitale Medizin ordnet
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Keine Zukunft ohne Gelsen: Warum wir alle Tierarten schützen müssen
28/05/2021 Duración: 34min"Was hat die Gelse jemals für uns getan?" lautet der Titel des aktuellen Buches der Biologin Frauke Fischer. Im Podcast erklärt sie, warum die Biodiversitätskrise gefährlicher als die Klimakrise ist - und warum Artenschutz vor allem ökonomisch Sinn macht.
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Brauchen wir die Viertagewoche? Und können wir sie uns leisten?
14/05/2021 Duración: 36minJede Woche langes Wochenende – und trotzdem gleich viel verdienen. Für manche eine unfinanzierbare Utopie, für andere die logische und überfällige Konsequenz aus gesteigerter Produktivität und nicht im selben Ausmaß gestiegenen Löhnen. Befürworter der Wochenstundenreduktion bringen neben Chancen für positive Beschäftigungseffekte vor allem gesundheitliche Aspekte ins Spiel. So würden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich seltener krank, seien deutlich besser erholt und könnten in weniger Zeit mehr wertvolle Arbeit leisten. Spanien wagt jetzt jedenfalls den landesweiten Versuch und testet die Viertagewoche bei vollem Lohnausgleich. Kann das klappen?Darüber sprechen wir mit dem Ökonom Oliver Picek vom sozialliberalen Thinktank Momentum Institut und der Ökonomin Monika Köppl-Turyna vom wirtschaftsliberalen Thinktank Eco Austria.
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Wieso mehr Frauen ins Weltall fliegen sollten
30/04/2021 Duración: 26minDie Erforschung des Weltalls ist immer noch männlich. 500 Astronauten gab es bisher, aber nur 60 Astronautinnen. Dadurch entgehen uns wichtige Daten, die etwa für Therapien eine Rolle spielen können, sagt die deutsche Raumfahrttechnikerin Claudia Kessler im Podcast-Gespräch. Seit Jahren setzt sie sich mit der Initiative "Die Astronautin" dafür ein, dass mehr Frauen ins Weltall fliegen. Außerdem spricht die Expertin im Edition-Zukunft-Podcast darüber, wann der Weltraumtourismus richtig Fahrt aufnehmen könnte, wie problematisch Weltraummüll ist und was die Raumfahrt zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen kann. Schließlich erzählt Kessler auch von ihrem Traum, es eines Tages doch noch ins Weltall zu schaffen.
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Laden, aber richtig: Was man bei der E-Tankstelle zuhause beachten muss
30/04/2021 Duración: 20minWer ein Elektroauto hat, will es zu Hause laden. Mit sogenannten Wallboxen macht man die Garage zur persönlichen Tankstelle. Aber was muss man beim Einbau einer solchen beachten? Guido Gluschitsch und Martin Putschögl vom STANDARD erklären im Podcast, wie der Einbau funktioniert, wie viel es kostet und wie viel Geld man vom Staat zurückbekommt. Außerdem sprechen sie über die Probleme, die bei einer Wallbox-Installation im Mehrparteienhaus auftreten können – und über die aktuelle Rechtslage.
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Biodiesel vs. Elektro: Was treibt uns in Zukunft an?
23/04/2021 Duración: 50minAnfang des Jahrtausends redeten alle noch vom Biosprit: Benzin und Diesel aus nachwachsenden Rohstoffen sollten den Verkehr grüner machen. Seit jeher stehen die Biokraftstoffe aber in der Kritik: Zu viel Fläche würde der Anbau von Energiepflanzen benötigen, die auch für Nahrungsmittel gebraucht werde. Auch die CO₂-Bilanz des Pflanzensprits wurde heftig diskutiert. Heute werden vor allem Elektromobilität und Wasserstoff als Alternativen für fossilen Sprit gepriesen, um Biokraftstoffe ist es ruhig geworden. Haben sie das Rennen um den Titel als Antrieb der Zukunft verloren? Im Podcast diskutieren dazu Harald Sigl von Münzer Bioindustrie und Ute Teufelberger vom Bundesverband Elektromobilität Österreich. Biokraftstoffe hätten sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt, sagt Sigl. Anstatt Energiepflanzen anzubauen, könne man heute aus altem Frittierfett umweltfreundliche Treibstoffe herstellen. Im Schwertransport werde es auch in Zukunft flüssige Treibstoffe brauchen, denkt Sigl. "Ich glaube nicht, dass di
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Kann reisen jemals grün werden?
16/04/2021 Duración: 32minVor zwei Jahren hätte sich wohl niemand gedacht, dass Städte wie Dubrovnik, Venedig oder Hallstatt einmal so leer sein können. Sprach man bis vor kurzem noch vom Overtourism, ist der Tourismus in der Pandemie praktisch zum Erliegen gekommen. Wer im vergangenen Jahr reiste, tat das oft innerhalb Österreichs oder Europa. Könnte der Trend zum regionalen und damit klimaschonenden Reisen bleiben? Stefan Gössling glaubt nicht so recht daran. Er ist Professor für nachhaltigen Tourismus an der Universität Lund in Schweden und forscht seit Jahren zu den Motiven und Auswirkungen des Reisens. Es ist nicht das erste Mal, dass der globale Tourismus einbricht. Auch die Viren Sars und Mers sowie die Finanzkrise 2008/2009 waren Dämpfer für die Branche, die sich aber wieder schnell erholte. Auch nach Corona wird schnell wieder alles beim Alten sein, glaubt Gössling. Für das Klima wird die steigende Anzahl der Touristen zum immer größeren Problem. Der größte Brocken ist dabei das Fliegen. Mit seinem Team hat er ausgerechnet,
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Hybrid, Elektro, Wasserstoff: Welcher Antrieb macht das Rennen?
16/04/2021 Duración: 42minDer Benzin- und Dieselmotor hat Konkurrenz bekommen: Immer mehr Elektroautos sind aus Österreichs Straßen unterwegs, gleichzeitig wird intensiv an alternativen Antriebsarten wie Wasserstoff oder synthetischen Treibstoffen geforscht. Welcher Antrieb macht das Rennen? Dieter Platzer von Jaguar Land Rover Austria spricht im Podcast bei Guido Gluschitsch über die Antriebe der Zukunft. "Aus technischer Sicht hat der Elektromotor auf jeden Fall gewonnen", sagt Platzer. Doch viele Autokäufer treffen ihre Entscheidung nicht ganz rational – und bei Firmenautos sieht es wieder ganz anders aus.
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Sollen wir Gefängnisse abschaffen?
02/04/2021 Duración: 36minStellen Sie sich vor, es würde keine Gefängnisse mehr geben. Mörder, Räuber und Vergewaltiger könnten frei herumlaufen – und vielleicht neben Ihnen wohnen oder arbeiten. Aber was wäre, wenn das nicht zu mehr, sondern zu weniger Kriminalität führen würde? Dieser Überzeugung ist der ehemalige Gefängnisdirektor Thomas Galli. Menschen einfach wegzusperren bringe keinem etwas, sagt er im Podcast. Stattdessen sollten wir uns vom Vergeltungsgedanken lösen und alternative Bestrafungen andenken, die mehr auf Resozialisierung und Wiedergutmachung abzielen.
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Kritische Rohstoffe: Die dunkle Seite von Solar- und Windanlagen
19/03/2021 Duración: 29minEgal ob Elektroautos, Windkraftwerke oder Solaranlagen: In all diesen Technologien stecken kritische Rohstoffe wie Lithium, Gallium oder Silizium, die für die Energiewende dringend gebraucht werden, aber oftmals schwer zu bekommen sind. Ein großer Teil der Rohstoffe stammt aus einzelnen Ländern wie China, Chile oder der Demokratischen Republik Kongo. "Immer wieder kommt es beim Abbau der Rohstoffe zu Konflikten, Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen", sagt Karin Küblböck, Ökonomin an der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung in Wien im "Edition Zukunft" Podcast. Ein großer Teil der Verantwortung liege bei europäischen Unternehmen, die in Ländern Südamerikas und Afrikas am Abbau dieser Rohstoffe beteiligt seien. Oft sei wenig transparent, woher die Rohstoffe genau stammen und unter welchen Bedingungen sie abgebaut werden. Auch Regulierungen auf EU-Ebene würden bisher nur einen kleinen Teil der Rohstoffe besser regeln, so Küblböck. Um die Energiewende in Zukunft nachha
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Female Choice: Wie sich Frauen ihre Freiheit bei der Partnerwahl zurückholen
05/03/2021 Duración: 42minÜber Jahrtausende seien Frauen von Männern unterdrückt worden, sagt die Biologin Meike Stoverock. Erst die Pille und hunderte Frauenbewegungen haben ihnen wieder mehr Kontrolle über ihr Leben und ihre Partnerschaft gegeben. Durch eine stärkere wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und immer mehr Möglichkeiten der Partnerwahl seien Beziehungen längst im Wandel begriffen. Die lebenslange Monogamie habe gewissermaßen ausgedient, stattdessen würden immer mehr Menschen kürzere Beziehungen mit einem oder mehreren Partnern bevorzugen, so Stoverock. Für sie bedeutet das nichts Schlechtes: "Wir müssen uns von den Hoffnungen und Sehnsüchten befreien, dass eine Beziehung bis ans Ende des Lebens halten muss", sagt sie. Die Liebe müsse deshalb aber nicht abhanden kommen. Im Podcast spricht Meike Stoverock außerdem darüber, wieso Männer demütiger werden müssen und wieso für einige Sexroboter wohl die einzige Art der Partnerschaft werden könnten. Außerdem versucht sie die Frage zu beantworten, wie eine Welt aussehen k
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"Smart Borders": Totalüberwachung an Grenzen für gefühlte Sicherheit?
19/02/2021 Duración: 35minSeit knapp 100 Jahren setzen die Staaten dieser Welt auf Reisepässe. Fingerabdrücke, Fotos und Irisscans gehören zum Einreisen vielerorts schon dazu. Wir haben uns daran gewöhnt: Wir opfern Persönlichkeitsrechte für Reisefreiheit, lassen Staaten Daten Sammeln und die Sicherheitsindustrie macht ordentlich Gewinn. Geht das nicht anders? Und was kommt da noch alles auf uns zu? Clemens Binder ist Experte für Grenzen und Sicherheit am Österreichischen Institut für Internationale Politik (OOIP) und forscht seit Jahren zu den Themen Grenzen und Sicherheit. Im Podcast spricht er über die allmähliche Integration sogenannter biopolitischer Elemente wie Impfungen oder Temperaturmessungen in Grenzkontrollen, wer von diesen Entwicklungen profitiert und wie "Working Poor" draußengehalten werden sollen.
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Der Ausweg aus der Klimakrise führt durch die Stadt
05/02/2021 Duración: 44minSie sind die Wachstumsmagneten der Zukunft: Laut den Vereinten Nationen werden bis 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben, im Vergleich zu etwas mehr als die Hälfte aktuell. Schon jetzt gibt es mehr als 63 Städte mit über drei Millionen Einwohnern. Hunderttausende Quadratkilometer mehr an Fläche wird das Städtewachstum in den nächsten Jahrzehnten verschlingen. Städte haben meist keinen besonders guten Ruf: Sie sind oft laut, schmutzig, eng und bieten meist wenig Platz für Natur und Erholungsräume. Anziehend wirken sie meist auch nicht wegen ihrer hohen Lebensqualität, sondern aufgrund der Arbeitsmöglichkeiten, die sie bieten. Tatsächlich sollten wir aber mit dem negativen Image von Städten aufräumen, sagt Gernot Wagner, Umwelt-Ökonom an der New York University. Wagner ist in Amstetten in Niederösterreich geboren, lebt aber seit einiger Zeit in den USA und aktuell in New York. In wenigen Tagen wird er sein Buch "Stadt, Land, Klima: Warum wir nur mit einem urbanen Leben die Erde retten", veröf